Wie ein Kater entsteht, was du vorbeugend gegen ihn tun kannst und die Antwort auf die Frage "Was hilft gegen einen Kater?"

Was hilft gegen einen Kater?

Alkohol ist ein echtes Teufelszeug, dass du möglichst meiden solltest, wenn dir deine Gesundheit wirklich am Herzen liegt. Jedoch kommt es bei dir, wovon ich mich übrigens nicht ausschließe, vielleicht manchmal doch vor, dass du dich nach einer feucht-fröhlichen Party-Nacht, beispielsweise nach einer Silvester- oder Geburtstagsparty, am nächsten Morgen mit elendigen Weltuntergangssymptomen im Bett wiederfindest und dich mit einem dröhnenden und schmerzenden Schädel sowie Übelkeit herumquälst. Denn dann hat er wieder zugeschlagen: Der sogenannte Kater! Aus diesem Grund möchte ich dir nun in diesem Artikel meine SOS-Maßnahmen gegen den Kater zeigen und dir verraten, welche natürlichen Mittel gegen den Kater wirklich helfen.

Wie entsteht eigentlich ein Kater?

Der Hauptgrund für die Kopfschmerzen ist der Verlust von Wasser und Mineralstoffen, der besonders durch kohlensäurehaltige, warme und stark zuckerhaltige alkoholische Getränke, wie beispielsweise Liköre, gefördert wird, die dann schneller in dein Blut gelangen. Je schneller der Alkohol in dein Blut gelangt, desto heftiger spürst du später auch seine Folgen.

Alkohol schwemmt deinen Mineralstoffspeicher aus, scheidet dadurch vermehrt Mineralstoffe aus und entwässert deinen Körper. Denn dein Körper reagiert auf die Einnahme von Alkohol, indem er verstärkt Flüssigkeit ausscheidet. Dadurch wird dann dein Blut verdickt, was deine Hirnhaut reizt und dann zu Kopfschmerzen führt. Der Mineralstoffmangel und der Sauerstoffmangel in überfüllten Räumen wirken sich ebenfalls verstärkend auf mögliche Kopfschmerzen aus. Einige Gesundheitswissenschaftler haben auch das Zellgift Acetaldehyd in Verdacht, ein giftiges Abbauprodukt, das entsteht, wenn dein Körper den Alkohol abbaut, wodurch dann die Übelkeit hervorgerufen wird.

Das Tückische an Alkohol ist, dass er von deinem Körper zwar schnell aufgenommen, aber leider nur langsam wieder abgebaut wird. Männer benötigen ungefähr zweieinhalb Stunden, um einen halben Liter Bier abzubauen – Frauen benötigen dafür sogar noch eine halbe Stunde länger. Grundsätzlich hilft dir die Zeit im Kampf gegen den Kater – aber es dauert eben mehrere Stunden, bis dein Körper das Genussgift wieder ausgeschieden hat.

Wie kannst du dem Kater schon direkt auf der Party vorbeugen?

Trinke Alkohol niemals auf nüchternen Magen und trinke Alkohol auch nicht durcheinander. Denn das Durcheinandertrinken von mehreren verschiedenen alkoholischen Getränken verschlimmert in den meisten Fällen den Kater. Weißwein, Bier, Gin und Wodka sind hinsichtlich eines möglichen Katers grundsätzlich besser geeignet als Rotwein, Weizenbier, Whiskey, Weinbrand und Rum. Denn vor allem Whiskey, dunkler Rum, Cognac oder Rotwein enthalten sogenannte Fuselalkohole, also neben dem reinen Ethanol noch weitere Begleitalkohole wie Methanol oder Isobutanol.

Bevor du Alkohol trinkst, hilft es, vorbeugend gegen den Kater eine fettreiche Mahlzeit, z.B. fettreichen Seefisch wie Lachs, zu essen, sodass du eine gute Grundlage schaffst. Ansonsten führt die im leeren Magen gut durchblutete Magenschleimhaut (und auch die Darmschleimhaut) dazu, dass dein Körper den Alkohol schneller aufnimmt. Ist die Schleimhaut hingegen durch wasserabweisende Substanzen wie Fett und Öl bedeckt, wird die Alkoholaufnahme verlangsamt und der Alkoholspiegel steigt somit langsamer an.

Wenn du auf der Party dann nach jedem Glas Alkohol ein Glas (stilles) Mineralwasser trinkst, kannst du dadurch deine Alkoholaufnahme reduzieren, der Austrocknung deines Körpers perfekt entgegenwirken und dein Blut flüssig halten. Ebenfalls kannst du dem Kater trotzen, wenn du auf der Party zwischendurch ein paar mineralstoffreiche Snacks wie gesalzene Nüsse, Salzstangen oder Käsehäppchen isst, um dadurch deinen Mineralstoffvorrat aufzufüllen und die Alkoholaufnahme zu erschweren.

Nach der Party solltest du dann vor dem Schlafengehen ein großes Glas (stilles) Mineralwasser trinken. Gerne auch in Kombination mit einer Magnesium– und Calciumtablette. Denn beides vermindert den Kater am nächsten Tag, da du deinem Körper dadurch die Flüssigkeit und die Mineralstoffe wieder zurückgibst, die der Alkohol ihm entzogen hat.

Schlafe dann am besten mit geöffnetem Fenster, denn der Sauerstoff hilft deinem Körper dabei, sich zu regenerieren und vermindert das Ausmaß deiner Kopfschmerzen am nächsten Tag.

Was hilft gegen den Kater und wie gelingt es dir, ihn am nächsten Tag möglichst schnell wieder loszuwerden?

Der größter Hebel gegen den Kater ist, viel Flüssigkeit zu trinken. Am besten trinkst du stilles, natürliches Mineralwasser – denn das schont aufgrund der fehlenden Kohlensäure deinen Magen. Von Kaffee solltest du eher die Finger lassen, da er die Kopfschmerzen häufig verstärkt, deinen Magen reizt und das Koffein auch den Alkoholabbau im Blut hemmt.

Kopfschmerzmittel sind pure Chemie, weshalb ich dir dazu nur in Ausnahmefällen rate. Eine natürliche Alternative zu Kopfschmerztabletten sind sauer-salzige Lebensmittel wie Sauerkraut, der legendäre Rollmops oder ein Brathering, Oliven, Gewürzgurken oder auch eine Gemüsesuppe und Salzgebäck. Die enthaltene Säure fördert den Abbau des Alkohols und das Salz ersetzt die verloren gegangenen Mineralstoffe. Optional regen darüber hinaus scharfe Gewürze deine Verdauung an. Und Haferflocken saugen den Restalkohol auf, sodass du dich schnell wieder besser fühlst. Abstand nehmen solltest du von zu fettigem Essen, um deine Leber zu schonen. Denn die ist ja schon genug mit dem Alkoholbabbau beschäftigt.

Führe deinen Kater spazieren! Mache also, wenn es dir möglich ist, unbedingt einen ausgiebigen Spaziergang an der frischen Luft. Denn der wirkt oft Wunder und ist eine echte Wohltat, da die Bewegung an der frischen Luft und der Sauerstoff deinen Kreislauf wieder in Schwung bringen, für einen klaren Kopf sorgen und dich wieder frisch machen – wie übrigens auch das kalte Abduschen. Die Bewegung regt dein Herz dazu an, mehr Blut durch deinen Körper zu pumpen, wodurch sich deine Gefäße weiten und mehr Sauerstoff erhalten und dein Kreislauf angeregt wird. Zudem werden hierdurch die Regenerationsprozesse deines Körpers gefördert. Wieder zuhause angekommen, solltest du dann am besten eine weitere Runde Schlaf einlegen. Während du schläfst, verspürst du logischerweise auch weniger Beschwerden.

Darüber hinaus hat sich als natürliches Heilmittel gegen Kopfschmerzen und als gute Alternative gegen eine Kopfschmerztablette Pfefferminzöl bewährt. Durch den Geruch des Öls entspannt sich deine Muskulatur im Stirn- und Nackenbereich und deine Kopfhaut wird besser durchblutet. Die ätherischen Öle des Pfefferminzöls lösen auf deiner Haut zudem ein Kältegefühl aus, das den Kopfschmerz zusätzlich lindert. Reibe dafür ein paar Tropfen des Pfefferminzöls mit den Fingerspitzen auf deine Stirn, deine Schläfen und in deinen Nacken und massiere es leicht ein. Nach etwa 15 Minuten sollte dann die wohltuende Wirkung einsetzen. Ein Beutel mit Eis oder ein kalter Waschlappen sind ebenfalls ein gutes, natürliches Mittel gegen Kopfschmerzen.

Starte jetzt mit minimalem Aufwand in ein gesünderes Leben!

Viel Erfolg dabei wünscht dir

Dein Frank Backhaus
Gründer und Autor von tipps4fitness.de – Der Blog für einen gesunden Lifestyle mit minimalem Aufwand

Bildnachweis: © iStock.com/Rawpixel Ltd

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